Ist ein Baby-Hochstuhl mit Liegefunktion wirklich sinnvoll?

Viele klassische Hochstühle werden ungefähr ab dem sechsten Lebensmonat angeboten. Entscheidend ist jedoch nicht das Alter allein: Das Baby sollte die reguläre Sitzeinheit erst nutzen, wenn es entsprechend den Herstellerangaben selbstständig und stabil sitzen kann. Für den Beginn der Beikost sind außerdem eine gute Kopfkontrolle und eine aufrechte, stabile Haltung wichtig. Doch was ist zu beachten, wenn das Baby bereits Interesse am Essen zeigt, aber noch nicht sicher sitzt?

Das erwartet Sie in unserem Ratgeber:

Baby-Hochstuhl mit Liegefunktion: Das müssen Sie beachten

Ein Treppenhochstuhl mit Babyschale oder ein Babyhochstuhl mit Liegefunktion ermöglicht es dem Baby, bereits vor dem selbstständigen Sitzen auf Tischhöhe am Familienleben teilzunehmen. Voraussetzung ist, dass der Newborn-Aufsatz ausdrücklich für Neugeborene zugelassen ist und korrekt am Hochstuhl befestigt wird.

Eine zurückgelehnte Position ist jedoch nicht zum Füttern von Brei oder anderer fester Nahrung geeignet. Beim Essen muss das Baby ausreichend aufrecht sitzen sowie Kopf und Rumpf stabil halten können. In einer Liege- oder Ruheposition erhöht sich das Risiko, dass es sich verschluckt. Ob die individuellen Reifezeichen für den Beikoststart erfüllt sind, kann bei Unsicherheit mit der Kinderärztin, dem Kinderarzt oder der Hebamme besprochen werden.

Auch das Fläschchen sollte möglichst nicht in einem zurückgelehnten Hochstuhlaufsatz gegeben werden. Sicherer ist es, das Baby beim Füttern im Arm zu halten und seinen Kopf leicht erhöht zu stützen. Die Flasche darf niemals abgestützt oder dem Kind unbeaufsichtigt überlassen werden.

Ein Babyhochstuhl mit Newborn-Aufsatz ist kein Ersatz für ein Babybett und sollte nicht als dauerhafter Aufenthalts- oder Schlafplatz dienen. Schläft das Baby darin ein, sollte es möglichst in eine sichere Schlafumgebung mit fester, flacher Matratze gelegt werden. Dort schläft es auf dem Rücken und ohne Kissen, Nestchen oder lose Decke.

Passform und Polsterung unterscheiden sich je nach Modell. Das Baby sollte gut gestützt liegen, ohne seitlich wegzusacken oder mit dem Kinn stark auf die Brust zu sinken. Verwenden Sie nur den vorgesehenen Neugeboreneneinsatz und verzichten Sie auf zusätzliche Kissen oder Decken, die den Gurtverlauf und die Körperhaltung verändern könnten.

Ein Hochstuhl mit Babywippe beziehungsweise Newborn-Aufsatz auf einem Treppenhochstuhl bringt das Baby auf Augenhöhe mit den Eltern. So kann es während der Familienmahlzeit dabei sein und beobachtet werden. Ein Spielbogen kann zum Schauen und Greifen anregen. Das Baby muss dabei immer korrekt angeschnallt und beaufsichtigt werden.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn ältere Geschwister in der Nähe sind. Sie dürfen sich nicht an die Babyschale hängen, auf den Hochstuhl klettern oder ihn verschieben. Dadurch könnte selbst ein stabil wirkendes Modell umkippen. Stellen Sie den Hochstuhl auf einen festen, ebenen Untergrund und halten Sie Geschwister beim Spielen auf Abstand.

Bei Hochstühlen mit fester Kunststoffsitzschale endet die Nutzung häufig bei einem Körpergewicht von ungefähr 15 Kilogramm. Die genaue Grenze hängt vom Modell ab. Ein Treppenhochstuhl aus Holz kann nach dem Entfernen des Baby-Sets meist deutlich länger verwendet werden. Modelle wie der Stokke Tripp Trapp lassen sich mit einem separat erhältlichen Newborn Set ergänzen. Das zusätzliche Zubehör sollte beim Preisvergleich berücksichtigt werden.

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Verschiedene Hochstühle mit Liegefunktion

Ein zugelassener Newborn-Aufsatz kann in den ersten Lebensmonaten praktisch sein. Er stützt das Baby, dessen Nacken- und Rumpfmuskulatur noch nicht ausreichend für die aufrechte Sitzeinheit entwickelt ist. Viele Aufsätze sind gepolstert und mit einem abnehmbaren Textilbezug versehen. Entscheidend sind eine passende Körperhaltung, ein korrekt angelegter Gurt und die Einhaltung der Alters- und Gewichtsgrenzen.

Einige Hochstühle besitzen eine fest integrierte, verstellbare Sitzschale. Sie lassen sich je nach Modell zusammenklappen und platzsparend verstauen. Rollen können das Verschieben des leeren Hochstuhls erleichtern. Befindet sich das Baby darin, sollte der Hochstuhl nicht durch die Wohnung gerollt werden. Vor der Nutzung müssen vorhandene Bremsen festgestellt sein.

Bei vielen Kombihochstühlen lassen sich Sitzhöhe, Rückenlehne und Fußstütze anpassen. Eine zurückgelehnte Rückenlehne macht die reguläre Sitzeinheit jedoch nicht automatisch für Neugeborene geeignet. Dafür ist eine ausdrückliche Freigabe des Herstellers erforderlich.

Eine andere Variante ist ein mitwachsender Hochstuhl mit separatem Newborn-Aufsatz. Die komplette Babyliege wird über eine passende Halterung am Gestell befestigt und später entfernt. Sobald das Kind selbstständig und stabil sitzen kann, kommt die reguläre Sitzeinheit zum Einsatz.

Ein korrekt montierter Aufsatz muss fest einrasten und darf sich nicht unbeabsichtigt lösen. Verlassen Sie sich dabei nicht allein auf den optischen Eindruck oder persönliche Erfahrungen. Kontrollieren Sie vor jeder Nutzung die Verriegelung und beachten Sie die Montageanleitung. Weist der Aufsatz Spiel, Beschädigungen oder lockere Verbindungen auf, darf er nicht verwendet werden.

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Andrea Hoffmann
Andrea Hoffmann ist stolze Mutter zweier Kinder. Neben ihrem Vollzeitjob als Mutter hat Andrea bereits über 100 Produkttest veröffentlicht. Sie testet Produkte wie Kindersitze, Babyphones, aber auch Unterhaltungselektronik. In der wenigen Freizeit fährt sie gerne Inline Skates.

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